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So können Sie die Konstruktion Ihrer gewindefurchenden Schrauben verbessern

Gewindefurchende Schrauben nach DIN 7500 formen ein spanloses, lehrenhaltiges metrisches Innengewinde in duktile Metalle mit einer Härte von bis zu 160 HV. Gewindeformschrauben können bis zu 20 Mal wiederverwendet werden. Dabei sollten Sie jedoch Vorsicht walten lassen, um ein Verkanten zu vermeiden. Für den Einsatz in spröden Metallen wie Grauguss sind sie nicht geeignet. In Nichteisenmetallen und Leichtmetallen sowie in Stahl können sie jedoch verwendet werden.

Vorbereitung des Kernloches

Die richtige Vorbereitung und der richtige Durchmesser des Kernloches sind unerlässlich für eine reibungslose Montage von gewindefurchenden Schrauben. Generell gilt, dass die Materialstärke mindestens 1xd betragen sollte (zum Beispiel eine 6 mm starke Montageplatte für eine M6-Schraube). Stanzen, Bohren oder Laserschneiden sind gängige Methoden, um Kernlöcher für gewindefurchende Schrauben anzufertigen. Dabei kann jede Methode einen anderen Lochdurchmesser erfordern, je nachdem, wie stark ein Stanzloch ausbricht oder wie gross die Wärmeeinflusszone eines lasergeschnittenen Loches ist, was die Oberfläche härter werden lässt und das Formen eines Gewindes schwieriger macht. Auch Materialzusammensetzung und -stärke wirken sich auf den erforderlichen Lochdurchmesser aus.

Eine gute Konstruktion erfordert eine Senkbohrung, da beim Gewindeformen die Oberfläche des Gegenstücks ohne Anfasung leicht angehoben wird. Das kann dazu führen, dass das Gegenstück nicht bündig auf dem Gewindebauteil sitzt, wodurch ein Spalt entsteht.

Anziehdrehmoment

Empfohlen wird ein Anziehdrehmoment von 80 % des Bruchdrehmoments der Schraube und auf halbem Weg zwischen Eindrehmoment und Bruchdrehmoment. Eindrehdrehmoment und Überdreh- / Bruchdrehmoment dienen dazu, den optimalen Lochdurchmesser für Ihr Werkstück zu wählen.

Unter www.bossard.com finden Sie weitere Empfehlungen für Gewindeformschrauben. Ausserdem können Sie sich unter ProvenProductivity@Bossard.com direkt an uns wenden, um einen Antriebs-/Überdrehmoment-Test für Ihr Werkstück durchzuführen.

Doug Jones
Applications Engineer
djones@bossard.com

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Mai 25, 2018

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