Qualitätssicherung

3 Lösungen für Probleme mit Sicherungsmuttern mit Polyamideinlage

Challenges with Nylon Insert Nuts

Wenn Sie in der Fertigung Sicherungsmuttern mit Polyamideinlage verwenden, stossen Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eines der unten abgebildeten Probleme:

Nylon Insert Nut 1Nylon Insert Nut 2Nylon Insert Nut 3

Ursachen

Warum kommt es zu diesem Problem und warum für gewöhnlich nur von Januar bis März?

Die Einlagen sind aus hygroskopischem Nylon 66 gefertigt, einem Material, das Feuchtigkeit bis zu 8 % seines Eigengewichts aufnehmen kann. Bei extremen Temperaturen und niedriger Feuchtigkeit verliert das Nylon an Feuchtigkeit und kann leicht schrumpfen. Dabei wird es in manchen Fällen spröde. Ist die Sicherungsmutter erst einmal montiert, spielen diese Umweltbedingungen keine Rolle mehr. Wird das Nylon jedoch vor der Montage zu trocken, dann können wir die oben abgebildeten Probleme beobachten.

Bestimmte Montagebedingungen können zum Versagen eines ausgetrockneten Polyamidringes beitragen:

  • Mangelhafte oder fehlende Anfasung an den Gegengewinden
  • Zu lange Einschraubtiefe
  • Zu hohe Montagegeschwindigkeit
  • Alle möglichen Kombinationen der obigen Bedingungen

Ist der Einsatz sehr trocken und spröde und das Gegengewinde verfügt über eine mangelhafte Anfasung, kann das Nylon brechen, insbesondere wenn die Montage bei hoher Geschwindigkeit, beispielsweise mit einem Impulsschrauber erfolgt.

Bei einer langen Einschraubtiefe in Kombination mit einer hohen Montagegeschwindigkeit scheint sich das ausgetrocknete Nylon derart zu erwärmen, dass es oben aus der Mutter austritt. Das kann allerdings auch bei ausreichend wasserhaltigem Nylon passieren, insbesondere dann, wenn der Flankendurchmesser des Gegengewindes am oberen Ende der Toleranzgrenze liegt (das Nylon muss sich ausdehnen können), es scheint jedoch häufiger aufzutreten, wenn das Nylon ausgetrocknet ist.

In Fällen extrem ausgetrockneter Einsätze – wenn diese beispielsweise für eine Art der Nachbearbeitung (zum Beispiel für eine Zinklamellenbeschichtung) durch einen Ofen müssen – kann es dazu kommen, dass sich diese vor der Montage in ihrem Hohlraum frei drehen. Bei der Einführung des Gegenstücks können ein paar Einsätze sogar aus der Mutter gedrückt werden, ohne dass sie das erforderliche Gewinde in den Nylonring formen.

Lösungen

  1. Verpackung/Umgebung
  • Halten Sie die Muttern soweit möglich in ihrer Originalverpackung verschlossen, bis sie zur Anwendung kommen.
  • Lagern Sie nur die benötigte Anzahl von Muttern in extrem kalten und/oder trockenen Umgebungen.
  1. Montage
  • Prüfen Sie die Gegenstücke auf Anfasung – eine reibungslose Einführung in das Nylon kann mögliche Probleme mindern.
  • Vermeiden Sie soweit möglich eine lange Einschraubtiefe.
    • Ist dies nicht möglich, verringern Sie die Montagegeschwindigkeit, um die dabei entstehende Erwärmung zu mindern.
  • Steuern Sie die Montagegeschwindigkeit – versuchen Sie es mit einer langsameren Geschwindigkeit, wenn Probleme auftreten.
  1. Alternatives Material der Kunststoffeinlage
  • Sollten diese Lösungen Ihr Problem nicht beheben, können Sie ein anderes Material der Kunststoffeinlage in Betracht ziehen.
  • So gibt es Hochtemperaturkunststoffe, die nicht so empfindlich auf die Umgebung reagieren.

Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@Bossard.com an unsere Technikabteilung.

Doug Jones
Applications Engineer
djones@bossard.com

Juni 22, 2018
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7 Arten von Kabelschellen

Cable Clamps

Die Organisation von Kabeln kann zum Alptraum werden, wenn man es nicht von Anfang an richtig macht. Hier können Kabelschellen dank eines umfassenden Sortiments an Produkten für verschiedene Kabel eine ordentliche und saubere Verlegung gewährleisten. So gibt es folgende Kabelschellen: selbstjustierend, mit Scharnierverschluss, auf Kompression basierend, aus Edelstahl, mit Stahlkissen und Vinylbeschichtung. Angesichts dieser diversen verfügbaren Optionen sollte man darauf achten, die Kabelschelle zu wählen, die sich am besten für das verwendete Kabel und die Umgebung, in der dieses installiert wird, eignet.

Selbstjustierende Schellen

Selbstjustierende Schellen verfügen über abgerundete Kanten, um das Risiko durchgescheuerter Kabel zu verringern. Ausserdem werden die Kabel bei selbstjustierenden Schellen anhand der Verriegelungstechnologie geschützt, mit der die Leitung gesichert wird, sodass sie sich nicht von der Klammer lösen kann.

Schellen mit Scharnierverschluss

Diese Schellen verfügen über eine aufklappbare Konstruktion, die einrastet und dabei eine Zugentlastung der Kabel bietet. Des Weiteren verringern diese einzigartigen Klammern Schwingungen, indem sie die Kabel sicher an Ort und Stelle fixieren.

Auf Kompression basierende Kabelschellen

Auch die auf Kompression basierenden Kabelschellen verfügen über ein Scharnier. Im Gegensatz zu den Schellen mit Scharnierverschluss können bei den Kompressionsklammern jedoch auch im Nachhinein Kabel hinzugefügt oder entfernt werden. Daher sollten sie in Erwägung gezogen werden, wenn für die Zukunft die Implementierung weiterer Kabel geplant ist.

Stahlkabelklemmen

Mit Stahlkabelklemmen können Kabel schnell und einfach gesichert werden. So verfügen diese Klemmen über eine selbstklebende Halterung auf der Rückseite, die einen sicheren Griff für die Installation bietet.

Kabelschellen aus Edelstahl

Die Kabelschellen aus Edelstahl sind für den Einsatz in rauen Umgebungen konstruiert. Ihre Korrosionsbeständigkeit und sorgfältig geprägten Kanten gewährleisten einen sicheren Halt der Kabel. Wie bei den selbstjustierenden Schellen werden die Kabel auch hier vor einer Abnutzung durch Reibung geschützt.

Schellen mit Stahlkissen

Diese Schellen verfügen über ein EPDM-Kissen, das die Innenseite der Klemme auskleidet. Diese Gummierung absorbiert Schwingungen und bietet Isolierung für elektrische Kabel. Dank ihrer galvanisch verzinkten Oberfläche sind sie zudem erosionsbeständig.

Schellen mit Vinylbeschichtung

Vinylbeschichtete Schellen bieten mehr Flexibilität. Es gibt zwei Arten: die Stahlklemme und die Stahlfederklemme. Beide bieten dank ihrer Vinylkonstruktion einen sicheren Halt und Isolierung. Der weichere Stahl bietet zudem die Möglichkeit, die Form den installierten Kabeln entsprechend anzupassen. Des Weiteren sollten Sie beachten, dass sich die Federklemmen möglicherweise besser für Flachbandkabel eignen, aber auch mit runden Kabeln verwendet werden können. Diese Schellen werden zwar an der Wand befestigt, dank ihrer Flexibilität müssen sie jedoch nicht abgenommen werden, wenn Änderungen an der Verkabelung vorgenommen werden.

Sie sind sich nicht sicher, welche Kabelschelle sich am besten für Ihre Anwendung eignet? Dann wenden Sie sich an uns, um mit einem unserer Techniker zu sprechen.

Februar 09, 2018
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Leitfaden zu den Europäischen Normen

Die Normierung ist eine Notwendigkeit in der Verbindungsindustrie. Das Ergebnis einer Industrie ohne genormte Verbindungselemente wären Nichtübereinstimmung und Ineffizienz. Anhand der Normierung wissen sowohl Ingenieure als auch Kunden genau, was sie erwarten können.

So wird der internationale Handel dank einheitlich genormter Verbindungselemente erheblich erleichtert: Unternehmen können ihre Produkte weltweit erwerben, in dem Wissen, dass das Produkt in ihre Anwendung passen wird. Es gibt diverse Organisationen, die Normen für Verbindungselemente schaffen. Eine dieser Organisationen ist das Europäische Komitee für Normung.

1991 hat das Europäische Komitee für Normung, auch unter dem Namen CEN bekannt, die Arbeit an der Normierung der Verbindungsindustrie für ganz Europa aufgenommen. Die Normen der Internationalen Organisation für Normung (ISO) werden soweit möglich als Europäische Normen (EN) übernommen. Gelten die ISO-Normen als nicht geeignet, werden jedoch auch neue EN-Normen geschaffen.

Die Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) werden durch EN- oder ISO-Normen ersetzt.  So gelten DIN-Normen in Zukunft nur noch für Produkte, für die es keine ISO- oder EN-Normen gibt.

Die Angabe DIN EN ISO in Verbindung mit einer Nummer (z. B. DIN EN ISO 4027) deutet darauf hin, dass die Norm von allen drei Normenorganisationen akzeptiert wird.

DIN ISO mit einer Nummer (z. B. DIN ISO 7049) weist auf eine ISO-Norm hin, die unverändert von einer DIN-Norm übernommen wurde.

Die Arbeit mit Normen kann schon manchmal verwirrend sein. Wenn Sie noch Fragen zur Normierung von Verbindungselementen haben, können Sie sich gerne unterProvenProductivity@bossard.com an uns wenden.

 

Joe Stephan
Application Engineering
jstephan@bossard.com

September 29, 2017
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Einschraubtiefe

Einschraubtiefe

Die richtige Einschraubtiefe ist ein wichtiges Thema. Je nach Material und Härte des besagten Materials ist eine andere Mindesteinschraubtiefe erforderlich. Dieser Faktor muss demnach bereits während der Konstruktion einberechnet werden.

Stehen die Schrauben unter voller Zugbelastung, ist es zudem wichtig, die Festigkeit des Materials der Mutter oder des Innengewindeteiles zu berücksichtigen, denn von diesen Faktoren wird die Mindesteinschraubtiefe abhängen. Ein weiterer Faktor ist die erforderliche Lebensdauer der Schraubverbindung, die nur unter Einhaltung der richtigen Mindesteinschraubtiefe gewährleistet werden kann.

Hier ein paar Beispiele empfohlener Mindesteinschraubtiefen für Innengewinde, basierend auf dem Material der Mutterkomponente für wärmebehandelte Stahlschrauben. Ermittelt wurden diese anhand von praktischen Versuchen:

Einschraubtiefe

Unsere Empfehlung: Stellen Sie sicher, dass die Informationen zur Bestimmung der richtigen Einschraubtiefe jederzeit zur Verfügung stehen. Wenn Sie noch Fragen hierzu haben sollten, wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@bossard.com an uns!

Juni 02, 2017
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Dauerfestigkeit von Verbindungselementen

Dauerfestigkeit von Verbindungselementen

Einfach gesagt benötigen Sie Verbindungselemente, die vielen verschiedenen Situationen standhalten, darunter auch Belastungswechseln. Einige Verbindungselemente sind dieser Herausforderung jedoch nicht gewachsen. Einer der häufigsten Gründe für ein Versagen von Verbindungen ist die Ermüdung der Verbindungselemente. Daher sind Dauerbeständigkeit und -festigkeit Faktoren, die Sie bei Ihren Verbindungselementen unbedingt berücksichtigen sollten.

Die Gründe für eine mögliche Ermüdung des Verbindungselements sind vielfältig: Montageparameter, Werkstoff, Geometrie und Belastung. Die Ermüdung tritt häufig im ersten tragenden Gewindegang auf und kann sich nachteilig auf Ihr Produkt auswirken. Das bedeutet, dass Ihre Konstruktion so ausgelegt sein muss, dass die Dauerfestigkeit der Schrauben gesteigert werden kann. Die Dauerfestigkeit von Feingewinden nimmt mit steigender Steifigkeit und Feinheit des Gewindes jedoch ab, sodass Sie im Hinblick auf die Dauerfestigkeit Ihrer Verbindungselemente einige Faktoren beachten sollten.

So gibt es ein paar Möglichkeiten, die Dauerfestigkeit Ihrer Schrauben zu steigern, darunter Maßnahmen zur Reduzierung der effektiven Spannungsspitzen oder zur Vermeidung einer kombinierten Belastung.

Hier ein paar Optionen zur Steigerung Ihrer Dauerfestigkeit:

  • Verwenden Sie eher längere als kürzere Schrauben
  • Verwenden Sie Schrauben mit tailliertem Schaft
  • Verwenden Sie Bolzen oder Passschrauben, um Seitenkräfte aufzunehmen
  • Angemessene und kontrollierte Vorspannung der Schrauben

Wenn Sie mehr über die Dauerbeständigkeit erfahren oder das Verbindungselement mit der perfekten Dauerfestigkeit für Sie finden möchten, wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@bossard.com an uns. Wir beraten Sie gerne.

Mai 26, 2017
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Industrie 4.0 und Smart Factory Logistics

Smart Factory Logistics Methodik

Der Zweck einer Fabrik liegt in der Massenherstellung von Waren. Sie ermöglicht einem Unternehmen, in sehr kurzer Zeit sehr viele Produkte herzustellen. Das wiederum bedeutet auch, dass ein Unternehmen umso mehr Profit machen kann, je schneller und besser es diese Produkte fertigt.

Fabriken gibt es ja nun bereits seit einiger Zeit, momentan findet jedoch ein Übergang zu etwas Neuem statt – den sogenannten SMART FACTORIES. „Weltweit gibt es immer mehr Fabriken eines neuen Typs, die sogenannten Smart Factories. Was Hersteller heute benötigen, sind flexible Produktionsanlagen und -standorte“, erklärt Urs Güttinger, Head of Smart Factory Logistics bei Bossard. „Intelligente Technologien ermöglichen diese Art der agilen Produktion zu einem Bruchteil der Kosten und der Zeit.“

Wir bei Bossard haben diesen neuen Trend voll im Griff. Mit unserer Smart Factory Logistics Methodik können wir Ihnen helfen, Ihre Fabrik zu optimieren, indem wir die Prozesse Ihrer Fabrik schlanker, schneller und besser machen.

Bossards Smart Factory Logistics

  1. Wir bieten einen einfachen und dabei intelligenten Prozess – Mit Smart Factory Logistics erhalten Sie ein komplettes System zur Verwaltung Ihrer B- und C-Teile. Decken Sie mit unserer bewährten Methodik nicht nur verborgene Potenziale für eine Produktivitätssteigerung auf, sondern lassen Sie diese auch gleich Realität werden.
  2. Wir bieten kundenspezifische Lösungen – Unsere fortschrittlichen Technologien wie SmartBin und SmartLabel liefern Ihnen Echtzeitinformationen zu den B- und C-Teilen, die Sie noch auf Lager haben, und den B- und C-Teilen, die nachbestellt werden müssen. So verfügt Ihre Fabrik immer über genau die Menge, die Sie gerade benötigen, und nicht über das, was Sie vielleicht brauchen könnten.
  3. Wir bieten Transparenz – Anhand von Bossards interaktiver Supply Chain Software ARIMS werden die Daten aus Ihrer spezifischen Fabrik gesammelt und verarbeitet. Die Software ARIMS zieht alle von Ihnen benötigten Informationen aus unseren Systemen wie SmartBin und SmartLabel sowie weitere Informationen, die für eine erfolgreiche Produktion erforderlich sind. Die online einsehbaren Echtzeitinformationen sorgen somit für die zwischen Ihnen und dem Kunden unerlässliche Transparenz.

Sind Sie bereit für die Herausforderung, Ihre Fabrik in ein neues Zeitalter zu führen? Dann wenden Sie sich unter ProvenProductivity@bossard.com an uns. Wir freuen uns auf Sie! Weitere Informationen finden Sie zudem auf der Bossard Microsite www.smartfactorylogistics.com.


April 07, 2017
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Können Schrauben problemlos wiederverwendet werden?

Können Schrauben problemlos wiederverwendet werden

Aus Kostengründen und der Einfachheit halber liegt es natürlich nahe, bereits eingesetzte Schrauben wiederverwenden zu wollen. Doch wie sicher ist es wirklich, Schrauben wieder zu verwenden?

In folgendem Video finden Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Regeln, wann Sie Schrauben wiederverwenden können und wann nicht:

Wie im Video dargelegt, sollten Sie Schrauben NICHT wiederverwenden, wenn

  • diese ihre Streckgrenze überschritten haben
  • diese Verschleiß durch externe Belastungen aufweisen
  • diese in kritischen Anwendungen eingesetzt werden sollen

In bestimmten Fällen können Schrauben also durchaus wiederverwendet werden. Wenn Sie jedoch wegen der Zuverlässigkeit der Schrauben bedenken haben, sollten Sie am besten neue Verbindungselemente einsetzen.

Haben Sie noch Fragen zu einer bestimmten Anwendung oder einer bestimmten Situation? Wir unterstützen Sie gerne mit unserem Fachwissen. Kontaktieren Sie uns einfach unter ProvenProductivity@bossard.com, wenn Sie unsicher sind, ob Sie Ihre Verbindungselemente wiederverwenden sollten!


Januar 27, 2017
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Werkstoffe für Verbindungselemente: Austenitischer Edelstahl – genauer betrachtet

Austenitischer Edelstahl

Bei der Wahl des Verbindungselements für Ihre nächste Anwendung sollten Sie auf jeden Fall den Werkstoff berücksichtigen, aus dem dieses gefertigt werden soll. Eine beliebte Option sind Verbindungselemente aus Stahl. Dabei haben Sie die Auswahl zwischen kohlenstoffarmem Stahl, Stählen mit mittlerem Kohlenstoffgehalt, legiertem Stahl, Edelstahl oder austenitischem Edelstahl.

Edelstahl
Edelstahl ist eine Legierung, die Kohlenstoffstähle mit Chrom und Nickel verbindet. Um als Edelstahl klassifiziert zu werden, muss die Legierung mindestens 10,5 % Chrom enthalten. Eine Gruppe von Edelstahl ist austenitischer Edelstahl. Lassen Sie uns diesen nun etwas näher betrachten.

Austenitischer Edelstahl
Der Chromgehalt von austenitischem Stahl liegt zwischen 15 % und 20 %, und sein Nickelgehalt zwischen 5 % und 19 %. Damit bietet er eine höhere Korrosionsbeständigkeit als die beiden anderen Arten von Edelstahl. Die Zugfestigkeit von austenitischem Edelstahl variiert zwischen 500 MPa und 800 MPa. 18-8-Edelstahl ist eine Art von austenitischem Edelstahl, der etwa 18 % Chrom und 8 % Nickel enthält. Diese Gruppe beinhaltet Stähle der Sorten A1, A2, A3, A4 und A5

Austenitischer Edelstahl eignet sich besonders gut für Anwendungen, die eine hohe Korrosionsbeständigkeit erfordern oder extrem hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Haben Sie noch Fragen zu den verschiedenen Werkstoffen? Dann kontaktieren Sie uns einfach unter ProvenProductivity@bossard.com und wir verhelfen Ihnen gerne zur perfekten Verbindungslösung für Ihr Projekt.


Dezember 23, 2016
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Werkstoffe für Verbindungselemente: Edelstahl – genauer betrachtet

edelstahl

Sollte ich bei meinem nächsten Projekt Verbindungselemente aus Edelstahl einsetzen? Das ist eine gute Frage. Verbindungselemente werden aus einer Vielzahl von Werkstoffen gefertigt. Daher ist es wichtig, bei der Wahl des Werkstoffes die jeweiligen Anforderungen zu berücksichtigen.

Eine beliebte Option sind Verbindungselemente aus Stahl. Dabei haben Sie die Auswahl zwischen kohlenstoffarmem Stahl, Stählen mit mittlerem Kohlenstoffgehalt, legiertem Stahl, Edelstahl oder austenitischem Edelstahl. Lassen Sie uns nun den Edelstahl etwas näher betrachten.

Edelstahl

Beim Edelstahl handelt es sich um legierte Stähle mit einem Chromgehalt von mindestens 10,5 %. Durch das Chrom wird ein unsichtbarer Oberflächenfilm erzeugt, der das Metall oxidations- und damit korrosionsbeständig macht. Wird die Oberfläche beschädigt, stellt sie sich in Gegenwart von Sauerstoff selbstständig wieder her. Es ist wichtig, den Selbstheilungsprozess zu kennen, da Edelstahl, wenn er in Umgebungen mit einem geringen Sauerstoffgehalt eingesetzt wird, bei einer Beschädigung der schützenden Oberflächenschicht für aggressive Einflüsse anfällig ist.

Edelstahl wird in drei Klassen unterteilt: austenitisch, martensitisch und ferritisch.

Verbindungselemente aus Edelstahl sind eine gute Wahl, wenn Sie ein Verbindungselement mit hoher Korrosionsbeständigkeit benötigen, da sie sehr dauerhaft sind. Wenn Sie Fragen zu Verbindungselementen aus Edelstahl haben oder bei der Wahl eines Verbindungselements Hilfe benötigen, dann wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@bossard.com an uns. Unsere Fachleute beraten Sie gerne auf der Suche nach den richtigen Werkstoffen für ein erfolgreiches Projekt.


Dezember 16, 2016
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Werkstoffe für Verbindungselemente: legierter Stahl – genauer betrachtet

legierter stahl

Es gibt eine riesige Auswahl von Verbindungselementen auf dem Markt. Bei der Wahl des richtigen Verbindungselements für Ihr nächstes Projekt sollten Sie daher auf jeden Fall den Werkstoff berücksichtigen, aus dem dieses gefertigt ist. Eine Möglichkeit sind Verbindungselemente aus Stahl. Entscheiden Sie sich für Stahl, sind die wesentlichen Optionen kohlenstoffarmer Stahl, Stähle mit mittlerem Kohlenstoffgehalt, legierter Stahl, Edelstahl oder austenitischer Edelstahl.

Kohlenstoffstahl
Kohlenstoffarmer Stahl, Stahl mit mittlerem Kohlenstoffgehalt und legierter Stahl gehören alle zur Kategorie des Kohlenstoffstahls. Die Einteilung in diese drei Gruppen erfolgt deshalb, weil die mechanischen Eigenschaften dieser Verbindungselemente auf dem jeweiligen Kohlenstoffanteil im Verbindungselement basieren.

Die grosse Mehrheit der Verbindungselemente ist aus Kohlenstoffstahl gefertigt. Zum einen, weil er kostengünstig ist, und zum anderen, weil er äusserst vielseitig eingesetzt werden kann. Lassen Sie uns nun eine Variante des Kohlenstoffstahls etwas näher betrachten: den legierten Stahl.

Legierter Stahl
Legierter Stahl ist Kohlenstoffstahl, der mit Zusatzstoffen wie Bor, Mangan, Chrom, Silizium usw. versetzt ist. Durch die Zugabe dieser Elemente können die Legierungen durch eine entsprechende Wärmebehandlung mit der gewünschten Kombination aus Festigkeit und Duktilität ausgestattet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass bei einer Beschichtung mit der Steigerung der Festigkeit des Werkstoffs auch das Risiko der Wasserstoffversprödung steigt.

Die Zugfestigkeit legierter Stähle beträgt über 1000 MPa.

Schrauben in der Qualtiät 10.9 und 12.9 werden in der Regel aus legierten Stählen hergestellt.

Sie haben noch Fragen zu Werkstoffen für Verbindungselemente? Dann wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@bossard.com an uns. Wir beraten Sie gerne und unterstützen Sie, um einen reibungslosen Ablauf Ihrer Projekte zu gewährleisten!


Dezember 09, 2016
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