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Spezielle Schraubengewinde für die Direktverschraubung

Nicht alle Schrauben werden in Verbindung mit Muttern verwendet. So gibt es viele Spezialschrauben, die derart konstruiert sind, dass sie beim Eindrehen in verschiedene Materialien ihr eigenes Gegengewinde schneiden.

Holzschrauben kommen zwar seit vielen Jahren zum Einsatz, ihre standardmässigen Ausführungen eignen sich jedoch häufig nicht für Spanplatten oder MDF-Faserplatten. Standardmässige Holzschrauben verfügen über einen Flankenwinkel von 60° und verdrängen beim Eindrehen in ein vorgebohrtes Loch recht viel Material, um Raum für dieses Gewinde zu machen. Spezialschrauben mit einem engeren Flankenwinkel und einer grösseren Gewindesteigung verursachen weniger Spannung im Holz und bieten eine grössere Auszugskraft, ohne das Material zu beschädigen.

Für weiche Thermoplaste gibt es ähnliche Spezialschrauben mit äusserst scharfkantigen, engwinkligen Gewinden, die sich perfekt für die Montage in gegossenen oder gebohrten Löchern oder in Lochplatten eignen. Härtere Duroplaste erfordern möglicherweise eine Schneidkerbe am Ende der Schraube, um wie ein Gewindebohrer einen Teil des Materials abzutragen.

Schneidschrauben mit Grobgewinde eignen sich hingegen gut für Bleche, für dickeren Stahl werden jedoch gewindefurchende Schrauben mit Feingewinde benötigt. Gewindefurchende Schrauben haben die gleiche Gewindesteigung und Form wie gewöhnliche Schrauben, sodass sie manchmal schwer voneinander zu unterscheiden sind. Spitze und Körper der gewindefurchenden Schrauben verfügen jedoch häufig über eine dreieckige Form, die man spüren kann, wenn man das Gewinde zwischen den Fingern dreht. Diese Schraubengewinde sind zudem normalerweise einsatzgehärtet, sodass sie härter sind als der Stahl, in den sie eingedreht werden.

Ausserdem gibt es ähnliche Schrauben mit speziellen Gewindegeometrien, die direkt in Leichtbaumetalle wie Aluminium und Magnesium eingedreht werden können.

Für weitere Informationen über spezielle Schraubengewinde kontaktieren Sie einfach Bossard unter ProvenProductivity@bossard.com.

 

Doug Jones
Applications Engineer
djones@bossard.com

Juni 02, 2017
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Lockere Verbindungselemente: Ursachen und Lösungen

Verbindungselemente, die sich lösen und dadurch Probleme verursachen, bereiten sowohl Konstrukteuren als auch Verbrauchern häufig Kopfzerbrechen. Doch wodurch kann ein Lösen eigentlich verursacht werden?

Einer der Hauptgründe für sich lösende Verbindungselemente ist, dass diese nicht richtig angezogen werden, was eine niedrige Vorspannkraft verursacht. Verfügt eine Verbindung nicht über genug Vorspannkraft, um zu verhindern, dass die Fügeteile sich gegeneinander verschieben, kann dies zu selbsttätigem Losdrehen oder Ermüdungsbrüchen führen. Daher ist es wichtig, die Empfehlungen des Herstellers für das richtige Anziehdrehmoment zu befolgen.

Werden für die Verbindung von weicheren Werkstoffen Verbindungselemente mit kleiner Auflagefläche verwendet, kann dies zudem zum Setzen des Schraubenkopfes im Material führen. Mit der Zeit kann dadurch ein Verlust der Vorspannkraft verursacht werden, was wiederum zu einem Lösen der Verbindungen führen kann. Daher ist es wichtig, die zulässige Flächenpressung der Schrauben und Kontaktmaterialien zu kennen und entsprechend zu kombinieren, um ein Setzen zu vermeiden. Geflanschte Kopfschrauben oder gehärtete Unterlegscheiben eignen sich gut, um die Belastung zu verteilen und so dieses Problem zu umgehen. Dabei sollte jedoch beachten werden, dass viele flache Unterlegscheiben nicht hart genug sind, um den Belastungen hochfester Verbindungselemente standzuhalten. Das sollten Sie bei der Wahl Ihrer Unterlegscheiben also unbedingt berücksichtigen!

Vibrationen sind ein weiterer Grund für das Lösen von Verbindungselementen. Bei gut konstruierten Verbindungen mit Mutter und Schraube wird die Schraube sogar leicht gedehnt, um einen gummibandähnlichen Effekt zu erzielen, der zur richtigen Fixierung des Verbindungselements führt. Eine gute Faustregel für Konstrukteure lautet, eine Klemmlänge zu verwenden, die dem 5-fachen des Schraubendurchmessers entspricht, um bei einem richtigen Drehmoment eine gute Dehnung zu erzielen. Auf Verbindungen, die Schwingungen ausgesetzt sind, kann diese Regel allerdings nicht angewandt werden. Dort werden möglicherweise Kerbverzahnungen, spezielle Sicherungsscheiben oder andere Sicherungselemente erforderlich.

Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, wie Sie das Lösen von Verbindungselementen vermeiden können, wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@bossard.com an uns.

 

Doug Jones
Applications Engineer
djones@bossard.com

Juni 02, 2017
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Lieferzeiten für Verbindungselemente

„Das sind doch nur Muttern und Schrauben, warum dauert es 26 Wochen, bis ich meine Bauteile erhalte?“ Die Lieferzeiten für Verbindungselemente können frustrierend und schwer zu verstehen sein, wenn man doch einfach in den Baumarkt gehen könnte, um passende Produkte zu finden. Warum also dauert die Lieferung bestimmter Bauteile manchmal so lange?

Genormte handelsübliche Bauteile erfordern natürlich keine lange Lieferzeit. Je nach Bestellmenge und verfügbarem Bestand können Bauteile normalerweise innerhalb von einem Tag bis zu drei Wochen ab Erhalt der Bestellung überall hin ausgeliefert werden. Bei Normteilen mit grossen Mengen oder Sonderteilen kann sich die Lieferzeit jedoch erheblich erhöhen.

So kann es vorkommen, dass Normteile nicht in grossen Mengen vorrätig sind, sodass der Hersteller sie extra auf Bestellung des Kunden anfertigen muss. Die Hersteller von Verbindungselementen planen jedoch für einen ununterbrochenen und effizienten Betrieb ihrer Maschinen. Wenn sie eine Bestellung über einen bestimmten Umfang erhalten, kann es daher sein, dass diese erst in mehreren Wochen bearbeitet werden kann. Das Gleiche gilt für Sonderteile. Bei einer Erstbestellung beträgt die Lieferzeit einheimischer Hersteller für gewöhnlich zwischen 12 und 14 Wochen. Für ausländische Lieferanten muss zudem die Transportzeit berücksichtigt werden, mit der sich die Lieferzeit leicht auf 24 bis 26 Wochen verlängern kann. Häufig ist eine Beschleunigung der Bestellung zwar durchaus möglich, wobei jedoch zusätzliche Gebühren und/oder erhöhte Lieferkosten anfallen, die auch die Gesamtkosten der Teile steigen lassen.

Um lange Lieferzeiten zu vermeiden, kündigen Sie Erstbestellungen daher am besten lange im Voraus an und erstellen einen präzisen Zeitplan für zukünftige Bestellungen.

Wenn Sie an weiteren Informationen über Lieferzeiten für Verbindungselemente interessiert sind, können Sie sich jederzeit unter ProvenProductivity@bossard.com an uns wenden.

 

Doug Jones
Applications Engineer
djones@bossard.com

Juni 02, 2017
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Kostentreibende Faktoren bei Verbindungselementen

Warum sind manche Verbindungselemente so viel teurer als andere? Mit dieser Frage haben viele im Einkauf tätige Fachleute und Ingenieure zu kämpfen. So muss man zur Beantwortung der Frage zunächst wissen, dass viele Faktoren zu den endgültigen Kosten eines Verbindungselements beitragen.

Normierte, leicht erhältliche Verbindungselemente sind meistens etwas kostengünstiger. Bei der kleinsten Abweichung von der Norm – sei es hinsichtlich der Gewindelänge, einer speziellen Oberflächenbearbeitung oder einer geringfügig anderen Abmessung – werden jedoch kostenaufwendige Änderungen oder Sonderanfertigungen erforderlich. Dadurch können die Kosten pro Bauteil leicht verdoppelt oder sogar verdreifacht werden.

Die Menge ist ein weiterer wichtiger Faktor für einen günstigen Preis. In der Regel gibt es drei Preise für ein Bauteil, je nachdem ob es sich um eine kleine, mittlere oder grosse Menge handelt. Dabei liegt für Schrauben von M5–M12 (1/4″–1/2″) eine grosse Menge bei über 250.000 Stück, eine kleine Menge bei unter 1.000 Stück und eine mittlere Menge zwischen diesen beiden Werten. Viele Hersteller arbeiten zudem mit auf dem Gewicht basierenden Mindestbestellmengen für ungenormte Bauteile. So gilt für sondergefertigte Verbindungselemente häufig eine Mindestbestellmenge von etwa 900 Kilo.

Was macht den Einkauf von nichtgenormten Verbindungselementen erforderlich? Häufig liegt der Grund darin, dass Sie eine bestimmte Oberflächenbearbeitung oder Beschichtung des Verbindungselements benötigen. Die meisten handelsüblichen Verbindungselemente sind verzinkt, was für Innenanwendungen, bei denen Feuchtigkeit keine Rolle spielt, auch absolut ausreichend ist. Erfordert Ihre Anwendung jedoch eine höhere Korrosionsbeständigkeit, wird die Oberflächenbehandlung plötzlich wichtig, und standardmässige Verbindungselemente reichen nicht mehr aus. In Anbetracht der diversen Kundenanforderungen gibt es natürlich jede Menge hochspezialisierter Oberflächenbehandlungen. Diese können Sie jedoch teuer zu stehen kommen, wenn Sie nur eine kleine Menge benötigen.

Wenn Sie an weiteren Informationen über die kostentreibenden Faktoren von Verbindungselementen interessiert sind, wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@bossard.com an uns.

 

Doug Jones
Applications Engineer
djones@bossard.com

Juni 02, 2017
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Einschraubtiefe

Einschraubtiefe

Die richtige Einschraubtiefe ist ein wichtiges Thema. Je nach Material und Härte des besagten Materials ist eine andere Mindesteinschraubtiefe erforderlich. Dieser Faktor muss demnach bereits während der Konstruktion einberechnet werden.

Stehen die Schrauben unter voller Zugbelastung, ist es zudem wichtig, die Festigkeit des Materials der Mutter oder des Innengewindeteiles zu berücksichtigen, denn von diesen Faktoren wird die Mindesteinschraubtiefe abhängen. Ein weiterer Faktor ist die erforderliche Lebensdauer der Schraubverbindung, die nur unter Einhaltung der richtigen Mindesteinschraubtiefe gewährleistet werden kann.

Hier ein paar Beispiele empfohlener Mindesteinschraubtiefen für Innengewinde, basierend auf dem Material der Mutterkomponente für wärmebehandelte Stahlschrauben. Ermittelt wurden diese anhand von praktischen Versuchen:

Einschraubtiefe

Unsere Empfehlung: Stellen Sie sicher, dass die Informationen zur Bestimmung der richtigen Einschraubtiefe jederzeit zur Verfügung stehen. Wenn Sie noch Fragen hierzu haben sollten, wenden Sie sich bitte unter ProvenProductivity@bossard.com an uns!

Juni 02, 2017
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Normung von Verbindungselementen

Normung von Verbindungselementen

Ohne eine gewisse Normung der Verbindungselemente wäre es unmöglich, Projekte zu realisieren. So wissen die Verbraucher von Verbindungselementen dank der Normen genau, was für ein Produkt sie erwerben, und dass Materialien und Produkte vereinheitlicht sind.

Insbesondere für den internationalen Handel sind genormte Verbindungselemente äusserst wichtig, da so Produkte aus anderen Ländern gekauft werden können, mit der Gewissheit, dass diese auch passen. Geschaffen werden die Normen für Verbindungselemente von diversen Organisationen, wie unter anderen von der ISO, DIN, ASTM und SAE.

ISO

Offiziell begann die ISO im Jahr 1947 mit der Entwicklung industrieller Normen auf internationaler Ebene. Seitdem wurden von der ISO 21.561 Normen veröffentlicht. Die ISO hat Mitglieder aus über 162 Ländern, die stets danach streben, Aspekte von Technologie und Fertigung zu normieren.

DIN

Bei dieser Organisation handelt es sich um ein gemeinnütziges Unternehmen, dessen Hauptzweck die Bereitstellung von Normungsdienstleistungen ist. In diesem Bereich ist die DIN seit über 100 Jahren tätig. Dabei arbeiten über 32.000 Experten aus den verschiedensten Fachgebieten an der Erstellung von Normen und Spezifikationen. So reicht das breite Spektrum der DIN von Themen wie Akustik über Industrie 4.0 bis hin zu intelligenten Städten.

ASTM

Bei ihrer Gründung im Jahr 1898 war die ASTM International noch unter dem Namen American Society for Testing and Materials bekannt. 2001 wurde die Organisation dann in ASTM International umbenannt. Tätigkeitsfeld dieses Unternehmens, das über 12.000 rund um die Welt genutzte Normen geschaffen hat, ist die Entwicklung von Konsensnormen. Das Unternehmen umfasst über 30.000 Mitglieder in 140 Ländern und aus den verschiedensten Branchen, wie beispielsweise der Metallindustrie, dem Bauwesen und der Konsumgüterindustrie.

SAE

SAE International ist eine globale Vereinigung aus über 128.000 Ingenieuren und Sachverständigen. Fachgebiet dieser Gruppe ist die Bereitstellung von Informationen und Normen für die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Nutzfahrzeugbau und Automobilindustrie. Zur Zeit ihrer Anfänge im Jahr 1905 konzentrierte sich die Gruppe noch auf den Wissenstransfer und die Normung im Bereich Automobiltechnik. Ab 1916 wurden dann jedoch Ingenieure aus dem gesamten Mobilitätssektor aufgenommen.

Normen gewährleisten den Erfolg Ihres Projekts. Die Arbeit dieser Organisationen im Bereich der Normung ist demzufolge sehr wertvoll.

Mai 12, 2017
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