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Alles über Unterlegscheiben

Die Verwendung falscher Unterlegscheiben ist weiter verbreitet, als Sie vielleicht vermuten – und zwar überall auf der Welt. Doch welche Folgen hat der Einsatz einer falschen Unterlegscheibe? Die Verbindungsfestigkeit wird verringert und das Lockerungsrisiko einer dynamischen Verbindung erhöht sich.

Welche Unterlegscheibe ist nun die richtige?

Anhand eines Vergleichs bzw. einer Gegenüberstellung von flachen Unterlegscheiben, federnden Sicherungsscheiben und Rippenscheiben erhalten Sie einen besseren Überblick über die jeweiligen Vor- und Nachteile der verschiedenen Ausführungen.

Zunächst zu den flachen Unterlegscheiben. Bei korrektem Einsatz können flache Unterlegscheiben dabei helfen, die Flächenpressung auf weichere Werkstoffe zu mindern, indem sie den Verlust an Vorspannkraft aufgrund des Setzens minimieren. Die Auflagefläche von flachen Unterlegscheiben ist in der Regel grösser als die einer Schraube oder Mutter. Somit erzeugen diese nicht nur einen grösseren Reibungswiderstand, sie schützen auch weichere Werkstoffe und verringern das Lockerungsrisiko der Verbindung durch Setzen.

Für die Wahl einer Unterlegscheibe mit der richtigen Härte benötigen Sie die Festigkeitsklasse des jeweiligen Verbindungselementes. Wählen Sie die falsche Unterlegscheibenhärte, kann dadurch das Risiko durch Setzen gesteigert werden.

Nun zu den federnden Sicherungsscheiben. Hier besteht der verbreitete Irrtum, dass diese verwendet werden, um das Lockerungsrisiko durch Losdrehen zu mindern. Der wahre Verwendungszweck besteht jedoch darin, den Verlust an Vorspannkraft durch Setzen zu verringern. Bei korrektem Einsatz wird das Risiko einer Lockerung durch dynamische Kräfte gemindert.

Die Festigkeit dieser Art von Unterlegscheiben wird jedoch häufig überschätzt, was wiederum zu einem erhöhten Lockerungsrisiko durch Setzen führt. Federnde Sicherungsscheiben können nur der Klemmkraft von Verbindungselementen mit einer Festigkeitsklasse von bis zu 5.8 widerstehen. Ausserdem ist es wichtig zu erwähnen, dass sie so gut wie keine Wirkung zeigen, wenn sie mit vergüteten Verbindungselementen der Klasse 8.8 (Grad 5) und höher verwendet werden.

Rippenscheiben sind hervorragende Sicherungselemente. Diese Sicherungsscheiben sind auf mindestens einer Seite gerippt und verankern sich so in den verspannten Teilen sowie in der Auflagefläche der Schraube oder Mutter. Durch eine erhöhte Reibung im Bereich der Auflageflächen verhindern sie ein selbstständiges Losdrehen der Schraube oder Mutter. Diese Sicherungsscheiben können auch dazu dienen, mögliche Setzbeträge zu kompensieren.

Da die Rippenscheiben die Vorteile der beiden anderen Typen von Unterlegscheiben verbinden, sind sie eine sinnvolle und effektive Alternative zu den flachen und federnden Unterlegscheiben.

Noch nicht davon überzeugt, dass Rippenscheiben die richtige Wahl für Ihre Anwendung sind? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Kontaktieren Sie uns unter ProvenProductivity@bossard.com, um ins Gespräch zu kommen.


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März 16, 2016

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